Strobelix

Wenn Du an die Bro­ken Head Eli­te denkst, kom­men Dir wahr­schein­lich in ers­ter Linie Motor­rad­fah­rer in den Sinn. War­um auch Auto-Drifter per­fekt zur Bro­ken Head Fami­lie pas­sen, erfährst Du hier:

Die Drift­sze­ne ist eine Ansamm­lung völ­lig ver­schie­de­ner Men­schen. Ob Du´s glaubst oder nicht, von 18 bis über 80 Jah­re, Män­ner sowie Frau­en, Azu­bi wie Unter­neh­mer, sie alle sind auf der Renn­stre­cke wie eine gro­ße Fami­lie. Was sie ver­eint ist, dass sie ver­rückt sind und die Frei­heit lie­ben. Drifter, das sind Leu­te die dich 10 Minu­ten ken­nen und dir dann den Schlüs­sel von Ihrem Auto zuwer­fen um gemein­sam ein­fach Spaß zu haben. Leu­te die sich nachts unters kaput­te Auto vom “Kon­kur­ren­ten” legen und es repa­rie­ren damit sie am nächs­ten Tag gegen­ein­an­der fah­ren kön­nen. Es geht dar­um eine gei­le Zeit zu haben, vom All­tag aus­zu­bre­chen, und das im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes. Indi­vi­dua­li­tät steht trotz der vie­len Gemein­sam­kei­ten an obers­ter Stel­le. Jeder ver­leiht sich Aus­druck, ob durch den Fahr­stil, das Fahr­zeug oder wie das Auto umge­baut ist. Drifter sind Leu­te bei denen der Spaß im Vor­der­grund steht und denen alles ande­re, was man mit einem Auto anstel­len kann ein­fach zu “nor­mal” oder ein­fach nicht auf­re­gend genug ist.

Einer unse­rer ver­rück­ten ist Dani­el Stro­bel, Ali­as Stro­be­lix.

Was macht man mit einem BMW M5 Motor und über 1.000 PS?
Ja Du hast rich­tig gehört ein t a u s e n d PS. Die­se Power lässt sich nicht in Wor­te fas­sen, Du musst sie ein­fach spü­ren.

Aber zurück zur Fra­ge. Dani­el Stro­bel kennt dazu nur eine Ant­wort. DRIFTEN! Und das in jeder frei­en Minu­te. Im Moment hat er zwar kein Fahr­zeug mit der­art bru­ta­ler Leis­tung, aber Frü­her ist er öfter ein­mal mit so einem Mons­ter quer gegan­gen. Und wer weiß, viel­leicht hat er ja irgend­wann die Mög­lich­keit selbst ein Fahr­zeug mit die­ser Leis­tung zu besit­zen.

Gera­de­aus kann jeder
Wenn Du einen BMW oder einen ande­ren Heck­trieb­ler fährst, hast Du die Kar­re sicher schon ein­mal auf einem Park­platz durch den Schnee gescheucht. Drif­ten macht ein­fach Lau­ne. Wenn man damit auch noch Gutes tun kann, umso bes­ser. Und genau das macht Stro­be­lix auch.

Die Drift­cars
„Mein ers­tes Drift­au­to war ein BMW E36 (Limo). Die Kis­ten eig­nen sich ein­fach per­fekt zu drif­ten und sind noch bezahl­bar. Übri­gens fah­re ich den BMW immer noch.“ Erzählt Dani­el.  Gekauft hat er das Auto im Febru­ar 2016. Damals in Voll­aus­stat­tung, scheck­heft­ge­pflegt und Serie 😉. Aber der Seri­en­zu­stand blieb nicht lan­ge erhal­ten. Monat für Monat wur­de der Heck­trieb­ler modi­fi­ziert. Fahr­werk und Stre­ben rein, alles was Gewicht ver­ur­sacht, wie z. B. das kom­plet­te Inte­ri­eur raus. Mitt­ler­wei­le ist der Drei­er übri­gens nicht mehr StvO geeig­net. „Eine klei­ne Geschich­te fällt mir dazu noch ein. Ich wur­de damals gefragt, was ich mit die­sem alten „Zuhäl­ter­schlit­ten” will. Des­halb heißt der Wagen seit­dem „Gina“.“ Erin­nert sich Sto­be­lix.

Wie alles begann
Viel­leicht fragst Du Dich, wie man auf ein Hob­by wie drif­ten kommt? „Das Drift­fie­ber habe ich mir mit You­Tube Vide­os aus Japan ein­ge­fan­gen. Ich war damals 15 oder 16“ erzählt Dani­el. „Da ich in dem Alter natür­lich noch kein Auto fah­ren konn­te, habe ich mir Grand Turis­mo für die Play­sta­ti­on und ein Lenk­rad geholt. Das war zwar ganz lus­tig, aber auf Dau­er auch lang­wei­lig. Also bei Regen auf die Kart Bahn, wo kein ande­rer mehr Lust hat­te zu fah­ren. Jede Kur­ve wur­de so oft gefah­ren, bis sie queer funk­tio­niert hat. Scheiß auf Run­den­zei­ten, die B‑Note muss stim­men. Spä­ter habe ich bei einem Ford Ka die Len­kung geschrot­tet, weil ich auf einem Park­platz im Schnee rum­ge­drif­tet bin“, erzählt Dani­el lachend.

Die Sen­ze im Under­ground
„Drif­ten war und ist immer noch eine Under­ground Sze­ne. In den TV-Medi­en sieht man, wenn über­haupt nur Pro Level Drifter. Das heißt mega teu­re Kom­plett­um­bau­ten. Das schreckt natür­lich ab. Aber wie so oft im Leben, hat­te der Zufall sei­ne Fin­ger im Spiel. Und so pas­sier­te es, dass mir ein paar Freun­de erzähl­ten, dass ihre Chefs ein Drit­team betrei­ben. Was machst Du in so einem Fall? Ganz klar, als Bei­fah­rer mit über die Pis­te hei­zen. So kam ich zu mei­nem dama­li­gen Drift­leh­rer.“ Schwärmt Dani­el ali­as Stro­be­lix.

Ob die geils­te Sau auf dem Pla­ne­ten auch drif­ten kann?
„ Das Gefühl beim Drif­ten, wenn man das Ers­te Mal nen Drift sau­ber hin­be­kommt, ist unbe­schreib­lich. Man fühlt sich ein­fach wie die geils­te Sau auf dem Pla­ne­ten! Auch wenn das nur 20 kmh auf einer Gleit­flä­che sind. Dann ver­sucht man 2 Kur­ven zu ver­bin­den und fängt kom­plett von vor­ne an. Und so geht das weiter…2 Kur­ven, 3 Kur­ven, eine gan­ze Run­de. Wenn man das ers­te Mal in nem Drifter sitzt, die Kur­ve auf einen zukommt, der Fah­rer erst mal in die fal­sche Rich­tung lenkt, dann völ­lig wahn­wit­zig rum­reißt (am bes­ten dabei kurz das Lenk­rad los­lässt) ist der Ers­te Gedan­ke, das kann nicht gut­ge­hen. Außer­dem läuft der Gleich­ge­wichts­sinn völ­lig Amok. Das pas­siert, weil die Beschleu­ni­gung plötz­lich zur Sei­te geht und es fühlt sich erst­mal alles völ­lig falsch an. Aber das Auto rutscht dahin, wo der Fah­rer es hin­ha­ben will. Der Motor schreit, die Rei­fen qual­men. Es ist ein­fach nur abge­fah­ren. Und die­ses Gefühl wird, wenn man selbst fährt noch genia­ler. Ich bekomm heu­te noch genau­so vor Vor­freu­de Gän­se­haut, wenn Ich ins Auto stei­ge wie beim ers­ten Mal, wenn nicht sogar noch mehr!“ kommt Dani­el ins Schwär­men.

Zie­le und Träu­me im Drift­sport
„Die Nord­schlei­fe drif­ten, nach Japan ein Drift Mats­u­ri auf Ebi­su fah­ren, also ein Drif­te­vent wie ein 24 Stun­den Ren­nen und bei der Fal­ken Drift­show vor dem 24 Stun­den­ren­nen auf dem Nür­burg­ring mit drif­ten. Kei­ne Ahnung ob einer der drei Mal in Erfül­lung geht aber Ich dach­te ja auch lan­ge nicht das Ich über­haupt mal Drift­sport betrei­ben wür­de . Außer­dem wäre es geni­al Meis­ter­schaf­ten zu fah­ren, offe­ne Events, Demos, und Vide­os zu machen…einfach so viel hin­ters Lenk­rad kom­men wie es geht. Immer bes­ser wer­den, mehr Stre­cken, schnel­le­re Autos, Inter­na­tio­na­ler Wettbewerb…der Weg ist das Ziel“

 

Was war Dein größ­ter sport­li­cher Erfolg?
„Mein größ­ter sport­li­cher Erfolg bis­her war der 3. Platz im ADAC Drift­cup Sep­tem­ber 2017 in der Street Klas­se. Es war mein ers­tes Event auf tro­cke­nem Asphalt. Der ers­te Wett­be­werb über­haupt. Der Wagen war damals noch mein All­tags­au­to. Also Sams­tag mor­gens 1,5 Stun­den zur Stre­cke, Rei­fen gewech­selt und los gedrif­tet direkt an einer Beton­mau­er ent­lang. Abends wie­der heim. Sonn­tag mor­gens wie­der hin und dann Wett­be­werb. Das bedeu­te­te unter ande­rem direkt an die­se Mau­er driften…mir ging also ordent­lich der Stift!

Als dann am Ende durch­ge­sagt wur­de dass ich aufs Trepp­chen gekom­men bin, musst Ich erst­mal 10 Minu­ten allei­ne ins Auto und mich knei­fen . Das bes­te waren aller­dings die ande­ren Fah­rer, die schon wesent­lich mehr Erfah­rung hat­ten, grö­ße­re Seri­en gefah­ren sind etc die sich für mich den Arsch abge­freut haben…Das war für mich wie ein klei­ner Rit­ter­schlag!“

 

Was hat Dich in Dei­ner Drift Kar­rie­re am meis­ten bewegt?

Der Moment,  der mir am meis­ten gege­ben hat war vor ein paar Jah­ren. Ich erin­ne­re mich noch als wäre es ges­tern gewe­sen. Damals war ein jun­ger Kerl in Hocken­heim der ne Taxi­fahrt bei mir gemacht hat. Der Kerl war völ­lig über­wäl­tigt, hat direkt erzählt wie lang er davon schon träumt und wie geil es ist dass er jetzt mit­fah­ren kann. Er bekam das Grin­sen gar nicht mehr aus sei­nem Gesicht. Nach der Fahrt haben wir dann gequatscht. Er hat mich gelö­chert wie er anfan­gen kann, wo er sich infor­mie­ren kann, hat sich tau­send­fach bedankt, Fotos gemacht und so wei­ter… Genau in die­sem Moment war das für mich wie eine Zeit­rei­se. Weil ich zwei 2 Jah­re vor­her genau­so vor mei­nem Trai­ner stand, mit kei­nem Plan! Und nur weil Ich gesagt hab, Scheiß drauf, Ich mach Das egal was die andern sagen, egal wie durch­ge­knallt das sein mag, kann Ich jetzt hier fah­ren und dem Kerl erklä­ren, dass er das auch hin­be­kommt wenn er will. Und wenn Ich den Kerl irgend­wann mal als Fah­rer wie­der tref­fe wäre, dass das abso­lu­te High­light!

Stunts — FMX Freestyle Motocross

Man kann mich durch­aus als Ver­rück­ten bezeich­nen, ich neh­me das als Kom­pli­ment“

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