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Ecki Booster

Der Rol­lerst­un­ter
An was denkst Du, wenn Du Rol­ler oder Scoo­ter hörst? Wahr­schein­lich denkst Du wie die meis­ten an einen lang­wei­li­gen Mofa­rol­ler mit dem man kur­ze Stre­cken, z. B. in die Arbeit fährt. Viel­leicht fragst Du Dich jetzt, was hat Bro­ken Head mit Lan­ge­wei­le zu tun. Die Ant­wort ist kurz und ein­fach. Gar nichts. Dass man die Tei­le auch anders bewe­gen kann und rich­tig cool unter­wegs sein kann stellt Ecki Boos­ter ein­drucks­voll unter Beweis. Wie krank der Kerl (wir mei­nen natür­lich posi­tiv krank) ist, hat er auf der Fahrt zum Bro­ken Head Meet in Wei­den bewie­sen. Als er im Stau ste­cken­ge­blie­ben ist, hat er kur­zer­hand sei­nen Rol­ler mit­ten auf der Auto­bahn aus­ge­packt. Die ver­dutz­ten Auto­fah­rer haben nicht schlecht gestaunt, als Ecki sei­ne Stunt­show vor den völ­lig per­ple­xen im Stau Ste­hen­den abge­zo­gen hat. Es kur­siert sogar ein Video davon im Inter­net.
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Wie kommt man auf die Idee Roller Stunter zu werden?

Jetzt mal ganz im Ernst?
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Ecki, der am 17.05.1996 geboren und 1,80 Meter groß ist und keine Ahnung hat wie schwer er ist, weil er keine Wage besitzt, sagt über sich selbst: „Ich weiß nicht wie viel ich wiege, aber fett bin ich nicht“. Vielleicht fragst Du Dich jetzt was das mit Stunts zu tun hat. Keine Ahnung. Wir wissen es selbst nicht. Aber wahrscheinlich kann man, wenn man nicht fett ist bessere Stunts fahren.
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Weg mit der Enduro

Her mit dem Boos­ter Face­lift
„2012 habe ich mei­ne dama­li­ge 125er Endu­ro ver­kauft, da sie mir ein­fach zu lang­wei­lig wur­de. Mich hat das Stunt­fie­ber gepackt nach­dem ich damals eine Show von Rok Bago­ros auf einer Zwei­rad- Mes­se gese­hen habe. Nach der Show bin ich wie­der auf einen Stra­ßen-Rol­ler, einen BWs NG (Boos­ter Face­lift) umge­stie­gen. Ich hat­te mir zum Ziel gesetzt ab sofort nur noch auf dem Hin­ter­rad zur Berufs­schu­le und zur Arbeit zu fah­ren. Irgend­wann bin ich dann auf ein Video von Jori­an Pono­mareff gesto­ßen. Mir ist sofort die Fra­ge durch den Kopf geschos­sen, war­um immer nur Whee­lies gera­de aus machen. Mein Ehr­geiz war geweckt. Ich woll­te unbe­dingt genau­so gut wer­den wie er.“ Erin­nert sich Ecki.
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Da das mit einem Stan­dard-Rol­ler so gut wie unmög­lich ist, war der Ent­schluss schnell gefasst. Die Kar­re muss­te umge­baut wer­den. Und so wur­de der Yama­ha BWS MBK Boos­ter Bau­jahr 1995 stunt­fä­hig gemacht. Das auf­fäl­ligs­te an der Kar­re dürf­te die Brems­an­la­ge sein. Nor­ma­ler­wei­se ver­zö­gert der Rol­ler mir einer Trom­mel­brem­se. Die sucht man aber ver­geb­lich. Ecki hat sie kur­zer­hand durch eine Schei­ben­brem­se mit zwei Brems­sät­teln ersetzt. Viel­leicht fragst Du Dich, war­um braucht ein Mofa­rol­ler zwei Brems­sät­tel? Nor­ma­ler­wei­se braucht er die nicht, aber beim Stun­ten läuft eini­ges anders. Ein Brems­sat­tel wird durch die Hand- der ande­re durch die Fuß­brem­se betä­tigt.
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Beim Training oft belächelt

War­um nicht mit einem rich­ti­gen Motor­rad?
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Wenn ich mit meinem Roller trainiert habe, bin ich oft von meinen Kollegen belächelt worden. Ich wurde oft gefragt, warum ich sowas mit einem Roller mache und mir nicht ein richtiges Motorrad hole. Die Antwort darauf ist einfach. Es macht mir Spaß und ich WILL mit dem Roller stunten. Außerdem hat genau diese Stichelei bewirkt, dass es zu meinem Ziel geworden ist, den anderen zu zeigen, dass man mit einem Rollen den gleichen Scheiß machen kann wie mit einem Motorrad. Also scheiß drauf was die anderen sagen, ich mach das worauf ich Bock habe und fertig.“ Grinst Ecki schelmisch.

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Übrigens kann Ecki auch mit echten Motorrädern stunten. Er hat neben seinem Roller noch eine Kawasaki ZX6R 636 Baujahr 2004. „Seit kurzem gehöre ich auch offiziell zu Do Epic Shit“ fügt er mit rauchendem Kopf hinzu.

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Instagram

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